Ökodiktatur zum Selbermachen – Benutze Multiplikatoren!

Ökodiktators Kolumnezu „Ökodiktatur – Anleitung zum Selbermachen“
Auf dem Weg zum Manuskript für ein realsatirisches Selbsthilfehandbuch

Es ist eine Binsenweisheit des modernen Marketing, dass man oft über Multiplikatoren mehr erreichen kann als über Anzeigen, Pressemeldungen und Co.. Multiplikatoren sind Menschen, die wiederum quantitativ viele andere Menschen oder qualitativ wenige echte Entscheidungsträger erreichen oder beeinflussen können. Mit denen soll man sich gut stellen, bevorzugt beschäftigen, sie ansprechen, sich mit Ihnen vernetzen und Kontakt halten und mit Penetranz die eigene  Botschaften hinterlassen.

Typische Multiplikatoren sind beispielsweise Politiker, Pressevertreter und Medienschaffende. Ganz besonders wichtige Multiplikatoren sind Filmemacher. Aber nicht nur Babelsberg, sondern ich denke bewusst an Hollywood. Think big! Auch wenn diese Menschen mit ihrem enegieintensiven Lebensstil, der schlechten CO2-Bilanz der Produktionen, der Förderung des Atmosphären-zerstörenden Flugverkehrs, ihren grossen Autos und ihres Anbetens des schnöden Mammons von echten Ökostreitern eigentlich verachtet werden müssen, erreichen mit Ihren Unterhaltungsfilmen und unterschwelligen Botschaften mehr Menschen als jede Greenpeace-Kampagne.

Bamby war einer der genialsten Coups der Nachkriegsgeschichte. Dieser einfach gestrickte Zeichentrickfilm hat das Naturverständnis mehrerer Generationen grundlegend manipuliert. Diese feiste Vermenschlichung des kleinen niedlichen Rehs unter brutalstmöglichem Einsatz des Kindchenschemas. Genial! OK, dem ein oder anderen Biologen in unseren Reihen stösst schon etwas sauer auf, dass dabei ein völlig falsches und verdrehtes Bild des Ökosystems Wald eingeimpft wurde. Eigentlich ist das Reh auch gar nicht die Jugendphase des stolzen Hirsches, sondern es sind zwei völlig verschiedene Tierarten. Aber egal. Wen interessieren schon Details. Das Ergebnis unterstützt latent und unwiderruflich unseren Kampf für den ökologischen Umbau der Gesellschaft.

Ein weiteres Beispiel von vielen. „The day after tomorrow“ hat mehr Menschen Angst vor dem Klimawandel eingeimpft als jede Weltklimakonferenz, selbst wenn die Story wissenschaftliche gesehen kompletter Humbug war. Aber who cares? Was zählt ist, dass ein fruchtbarer Boden für unsere Botschaften geschaffen wurde.

Nicht wenige Drehbuchautoren, Regisseure und Filmproduzenten hängen sich ohnehin schnell und gerne Weltuntergangsszenarien und Verschwörungstheorien an. Das kommt uns extrem entgegen. Gepaart mit inhaltlicher Oberflächlichkeit und einem manchmal überheblich-missionarischen Selbstverständnis, sind sie dann leichte und willige Opfer für unsere Indoktrination und Rekrutierung.

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