Fundstück: „Nulltoleranz-Aposteln fehlt jegliche Weitsicht“

So praktiziert man erfolgreich argumentfreie Nulltoleranz gegen Gentechnik. „Nulltoleranz-Aposteln fehlt jegliche Weitsicht“ von Ulli Kulke. Zitat …

„[…] Es sind gerade die Vertreter der Political Correctness, allen voran CSU-Ministerin Ilse Aigner, die hier das Prinzip Nulltoleranz hochhalten: Kein Jota gentechnisch veränderten Materials, das nur außerhalb der EU zugelassen ist, dürfe irgendwie nach Europa gelangen, auch wenn der Anteil kaum noch feststellbar ist.

In dieser Diskussion tritt ein eigentliches Anliegen, das hinter dem Prinzip stehen könnte, nicht in den Hintergrund; es ist keines vorhanden. Niemand der Nulltoleranz-Apostel versucht auch nur, eines aus dem Hut zu zaubern. Es ist nicht mal eines in Sicht.

Die aktuelle Debatte führt uns vor Augen, wie lange es schon her ist, dass jemand auch nur annähernd belastbare gesundheitliche Bedenken gegen den Verzehr von gentechnisch veränderter Nahrung vorgebracht hätte. Die noch verbliebenen Argumente gegen diese Technologie betreffen allenfalls den landwirtschaftlichen Anbau selbst, seine Naturverträglichkeit sowie die ökonomischen Konsequenzen, wobei die Wissenschaft auch hier längst Entwarnung gab. […]“

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